Was mich wirklich nervt…. 

Sag mal, was ist das denn für ein Geschirr!?! Lass sie laufen,die brauchen Sozialkontakte! Warum ist der eigentlich so ruhig? Bei so einem überdrehtem Hund sollte man aber mehr über die Körpersprache machen! Beißt der, oder warum leinst du ihn immer an? Was ich immer und wieder feststelle ist, wie schnell man  von anderen Hundehaltern verurteilt wird. Viele denken hier zum Beispiel, Jussi sei bissig, weil ich ihn anleine, wenn fremde Hunde kommen. Suki wird als zickig und unsozial abgestempelt, weil ich sie vor vielen Begegnungen schütze.


Auf Instagram wurde ich sofort angegangen, als ich ein Video von Jussi und mir beim Longieren hochgeladen habe. Da war Jussi aufgedreht und sehr Energiegeladen nach einer ruhigen Woch , aber das hatte ich oben dazu geschrieben und war auch so gewollt. Sofort kam ein Kommentar, wie ich das anders machen solle und dass ich es falsch machen. Oder als Jussi sein Zuggeschirr an hatte bekam ich sofort wieder zu hören , was er denn da an hat und ob ich ihm schaden  will. Aber was nie kommt , ist die Frage: Warum machst du es so und nicht anders? Für all das, was ich mit meinen Hunden mache habe ich Gründe, vielleicht ist es nicht der beste Weg für Außenstehende, aber für uns ist er das.


Ich habe meine Gründe und Erfahrungswerte, warum ich Jussi bei Fremden  anleine, nicht weil er bissig ist, sondern weil ich das ruhige vorbeigehen übe. Suki schütze ich vor manchen Begegnungen, weil sie unsicher ist und keine schlechten Begegnungen braucht. Aber all das interessiert die meisten gar nicht. Sofort wird sich eine Meinung gebildet und man wird  für unfähig und der Hund als unsozial abgestempelt. Und genau das geht mir tierisch auf den Geist, heutzutage wird so schnell verurteilt, ohne die Hintergründe zu kennen. Aber ich muss leider auch zugeben, dass ich mich daran gewöhnt habe. Ich versuche schon gar nicht mehr  zu erklären, warum ich das so mache. Wenigstens haben wir so unsere Ruhe beim Gassi gehen.

Ich bekomme liebend gerne Tipps, höre mir Verbesserungsvorschläge an und ändere was, aber sofort dieses angreifen, kritisieren und in eine Schublade stecken finde ich schrecklich. Und das in allen Bereichen: Gassi gehen, Training, Erziehung, Spielen und Fütterung. Jeder von uns hat Gründe, warum er es so tut, wie er es macht und sei es, weil er es nicht besser weiß und das ist kein Grund jemanden zu verurteilen. Warum kann man sich nicht normal unterhalten , hinterfragen und sich dann eine Meinung bilden? Ich würde mir von vielen wünschen einfach mal nach den Hintergründen zu fragen oder auch manchmal, sich einen blöden Kommentar zu sparen.


LG Lily

5 Kommentare zu „Was mich wirklich nervt…. 

  1. Ich kann dich so gut verstehen. Hier ist es genauso und es spielt überhaupt keine Rolle, wie man reagiert. Bei mir ist es so, dass ich leider nicht so schlagfertig bin, wie ich gerne wäre. Deswegen koche ich innerlich zwar, aber es lässt sich ja nicht ändern.

    Bei uns kommt übrigens immer beim Tierarzt die Frage: „Warum hat denn der süße Hund einen Maulkorb?“ Neulich musste ich mich auch rechtfertigen, warum Moe als „Jagdhund“ nicht bei einem Jäger ist. *grummel* Aber dazu folgt auch noch ein Artikel.

    Lass dich nicht ärgern und mach genauso weiter wie bisher. Letztendlich ist ja jeder frei, mit seinem Hund zu tun und zu lassen was er möchte – auch die Besserwisser. Ich bin sicher, Suki und Jussi geht es wunderbar bei dir.

    Liebe Grüße
    Nicole

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  2. Oh, ich kann dich ja so verstehen. Neulich kommt mir einer mit einem Der-Hört-Nix im Freilauf entgegen, Shiva an der Leine. Ich rufe ihm entgegen, ob er seinen Hund bitte anleinen könnte. Nö, keine Reaktion. Beim zweiten Mal – etwas energischer diesmal, pfeift er mit der Hundepfeife und der Hund gibt Gas – in meine Richtung. Shiva fängt an zu zetern und kläffen. Ruft mir der Vollhonk doch entgegen, was ich denn für ein Untier an der Leine habe… Meine Antwort war nicht stubenrein, sein Hund hat nen Tritt kassiert und wurde von mir als unerzogener Köter tituliert und ich war auf Minimum 190. Da pflaumt er mich nochmal von der Seite an, wenn ich so nen gefährlichen Hund habe, dann soll ich das doch von weitem bitteschön sagen… ????? Hab ich doch! ich hab ihn gebeten, sein Tier anzuleinen und was war? Nix. Mir wurde dann gleich vorgeworfen, dass Shiva gefährlich ist, total unsozial und ich gefälligst nicht auf öffentlichem Gelände laufen soll. Meine Antwort, dass er seinen Hund ja einfach nur hätte anleinen sollen, hat er nicht gelten lassen. Seiner ist nicht schuld. ich hab meinen Hund nicht im Griff.
    Da könnte ich heute noch ausflippen. Wenn er mir nochmal begegnet, häng ich ihn am nächsten Baum auf. So. Wut vorbei. 😉

    Nee, das nervt mich auch immer. Egal, was man macht, man macht es falsch. Leinste an, biste der Depp, leinste ab, biste der Depp, Geschirr –> Depp, Halsband –> Depp…

    Seufzende Grüße
    Sandra & „Untier“ Shiva

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  3. Aber die Menschen wollen Deine Gründe doch gar nicht wissen, dann müssten sie ihre Meinung doch vielleicht hinterfragen. ich habe ja einen unsozialen und trägen Hund, der nicht mit anderen spielen will und Hundetreffen nicht mag. Und natürlich bin ich eine Hundequälerin, weil Socke so langes Fell hat…
    Ich bin sicher offen für alles und höre auch gerne zu. Aber bei manchen Dingen, glaube ich, dass ich es besser weiß. Wir waren neulich in einem neuen Barfshop und da meinte die Inhaberin mir in den ersten zwei Minuten zu sagen, dass ich Socke nicht richtig ernähre. Socke könnte nämlich auch mit ihren Erkrankungen roh füttern… Drei Jahre mache ich alles total falsch und die ganzen Knochen, die der armen Socke entgangen sind. Wir haben en Laden sofort verlassen und werden dort auch nie wieder hinfahren….

    Ich denke mir, dass das ganz normal ist. Die Menschen wollen ihre Auffassung immer bestätigt wissen, weil sie selbst unsicher sind oder vielleicht auch keine Lust haben, sich damit auseinander zu setzen.

    Ich sage auch nichts dazu…

    Viele aufmunternde Grüße
    Sabine mit Socke

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  4. Du sprichst mir aus der Seele! WIr hatten einen ausgewachsenen (3 Jahre), ängstlichen Hund aus dem Tierheim geholt und haben noch in der ersten Woche (!) Anfeindungen erhalten, weil wir ihn nicht von der Leine lassen. Da läuft doch jeder Hund einfach weg! Als ich das sagte, hieß es, ich solle ihm doch Leckerlis geben, wenn er kommt. Ein rumänischer Hund kennt die Kommandos noch nicht – auch wenn er diese schnell lernte. Das hat mich schon sehr aufgeregt. Weil er ängstlich war, versuchten wir auch, Begegnungen zu vermeiden, bei denen er gleich sehr unsicher reagierte. Das klappt leider nicht so gut, wenn die anderen Hundebesitzer ihre Hunde nicht an die Leine nehmen – die anderen sind ja IMMER gut. Nunja, nach einer Hüftop in Folge eines Autounfalls (ja, blöd…) und zwar noch in den ersten zwei Monaten, die er bei uns wohnte, fing er an, die Hunde, bei denen er vorher nur unsicher war, anzuknurren und anzubellen. Vorsichtshalber, bevor sie zu nah kommen. Er hatte ja Schmerzen und konnte nicht weglaufen. Nunja, wir sind nun die „Asozialen“ mit dem „unerzogenen Hund“, weil jemand anderes seinen Hund nicht für 10 Meter Strecke anleinen konnte. Wir trainieren es…

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